Wieviel Bewegung braucht ein Welpe ?


Welpen befinden sich in den ersten Lebensmonaten in einem Stadium der Knochenentwicklung.
In diesem Stadium sind die Knochen sehr empfindlich, da sie noch sehr weich sind und dadurch nur wenig belastet werden sollten.
Es gibt einige Punkte die man in den ersten Lebensmonaten unbedingt einhalten sollte:
Es herrscht absolutes Treppen-Verbot!
Das Laufen von Treppen führt bei den weichen Knochen zu Gelenksverformungen.
Tragen Sie Ihren Welpen also so lange es geht die Treppen auf und ab.
Der Welpe muss unbedingt Ruhepausen einhalten!
Fordern Sie Ihren Welpen niemals zum Spielen auf wenn er sich gerade ausruht oder schläft.
Vermeiden Sie extreme Bewegungen!
Dazu gehören z.B. kurze Spurts mit schnellen Stopps (Bällchenholspiel!).
Nicht an den Beinen eines Welpen ziehen!
Achten Sie vor allem bei Kindern darauf, dass sie nicht an den Extremitäten (auch der Rute) des jungen Hundes ziehen.
Lassen sie Ihren Welpen über keine Hindenisse springen.
Bis zur Vollendung des 18.ten Lebensmonats sollte der Welpe keine Hindernisse überqueren müssen. Kein Agility oder Sprünge über Bäche.
Beiss-Reiss-Spiele vermeiden.
Das Zerren am Gebiss kann zu Gebissverformungen führen.
Keine Fahrradrunden mit dem Hund machen!
Bis zum Ende des 15.ten Lebensmonats sollten sie Ihren Hund nicht mit auf Fahrradtouren nehmen.
Das schnelle Hinterherlaufen überanstrengt den Welpen/Junghund.
Lassen sie ihren Hund auf weichem Boden traben.
Es ist besser zum spielen mit dem Hund auf ein Feld, oder eine Wiese (Garten) zu gehen. Der Weiche Boden tut den Gelenken gut.
Auch Trabbewegungen sind für den Hund besser als Galoppsprünge!
5-Minuten-Regel.
Man sagt, ein Welpe soll täglich nicht mehr als 5 Minuten pro gelebten Monat Bewegung haben!


Bekanntlich stammt der jetztige Hund vom Wolf ab.
Man kann in Wolfsrudeln gut beobachten, dass die Jungtiere die „erwachsenen“ erst im Alter von 8-9 Monaten auf längeren Touren begleiten.
Bis zu diesem Zeitpunkt stehen instinktiv kurze Bewegungsinterwalle und lange Ruhe- und Schlafpausen auf dem Programm
um die Knochen „in Ruhe“ wachsen zu lassen und die Gelenke im Wachstum zu schonen.
Da Welpen oft mit energiereichem Futter ernährt werden, sind sie oft mit überschüssiger Energie geladen, die sich im Bewegungsdrang sichtbar macht.
Viele Hundebesitzer wissen sich nicht anders zu Helfen, als mit den Hunden ausgiebig spazieren zu gehen und genau dieser Punkt macht alles noch viel schwieriger.
Durch ausgedehnte Spaziergänge nimmt die Kondition stetig zu und der Hund „braucht“ immer längere Spatziergänge.
Es ist ein großes Problem, das richtige Maß zu finden, denn man kann nicht pauschal sagen,
dass ein Welpe z.B. 10 Minuten Bewegung braucht. Was man mit Sicherheit sagen kann ist,
dass man einen Welpen in den ersten 1,5 Jahren nicht zu wenig sondern nur zu viel Bewegen kann.
Körperliche Überanspruchung in Kombination mit hochkalorischer Fütterung führte neben dem genetischen Aspekt oft zur Gelenkserkrankung wie HD.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass man genetisch schlecht veranlagte Hunde durch Bewegungseinschränkung und gezielte Fütterung von Gelenksproblemen
schützen oder diese enorm eindämmen kann.


Unser Fazit :
Bewegen Sie im ersten Lebensjahr ihren Welpen lieber zu wenig, als zu viel.
Passen sie das Tempo des Spaziergans der Länge an.
Ein strammer 20-Minütiger Spaziergang kann schon zu viel sein !


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